Auswahl der Bodenbeläge

Veröffentlicht von Nadine am

Die Auswahl der Bodenbeläge ist für Bauherren ein wichtiger Aspekt bei der Planung der Innenausstattung. Je nach Bodenbelag kann der Raum einen komplett anderen Eindruck vermitteln von wohnlich/gemütlich über modern und schick bis hin zu kalt und unbehaglich.
Die Auswahl gestaltet sich nicht immer einfach, vor allem da man im Handel mit einer Flut an Möglichkeiten sowohl in Farbe, Größe, Preis als auch Material konfrontiert wird.

Beispiele für Materialauswahl bei den Bodenbelägen:
– Teppich
Fliesen
– Parkett
– Laminat
– Kork
– Vinyl
– Linoleum
– Sichtestrich

Bevor man sich jedoch für ein Material entscheidet sollte man sich erst einmal bewusst überlegen welche Anforderungen der Bodenbelag in welchem Raum erfüllen muss. Dabei hilft es sich folgende Fragen zu stellen:

Bei der Auswahl der Bodenbeläge stellen sich folgende Fragen:
– Anforderungen an den Raum/wie wird dieser genutzt (Küche, Kinderzimmer, etc.)
– Pflegeaufwand
– Heizungsart und die Verträglichkeit mit dem Wunschbodenbelag
– Kosten
– Aufwand des Verlegens (möchte/kann ich eventuell selbst verlegen)
– Strapazierfähigkeit
– Haptik
– Trittschalldämmung
– welcher Raum soll was ausstrahlen
– persönliche Präferenzen/Geschmack
– passt der Bodenbelag zu den Möbeln bzw. zu eventuell angrenzenden Bodenbelägen
– möchte ich öfter einmal Abwechslung oder lieber Beständigkeit
– etc.

Hat man alle diese Fragen (und vielleicht auch mehr) geklärt sollte man hoffentlich seinen Wunschbodenbelag gefunden haben. Je nach Anforderungsprofil ist es in den meisten Haushalten üblich mehr als einen Bodenbelag im kompletten Haus/Wohnung verlegt zu haben.

Wir haben uns beispielsweise für folgende Aufteilung im Haus entschieden:
– Fliesen:
Küche, Bad, Gästebad, Keller
Dies sind alles Räume die häufig genutzt werden, und in denen es auch vermehrt zu Feuchtigkeit kommen kann (Bad und Küche durch Duschen, Kochdämpfe, etc.). Daher haben wir uns für einen pflegeleichten Boden entschieden der nicht wasserempfindlich ist (bei einem Holzboden würde beispielsweise die Problematik des Aufquellens bestehen in einem Raum mit erhöhter Feuchtigkeit).
– Laminat:
Wohn- und Esszimmer, Büro, komplettes DG
Wir wollten gerne eine gemütliche Atmosphäre daher war für uns klar, dass in diesen Räumen ein Bodenbelag in Holzoptik verlegt werden soll. Für den Laminat (anstatt Parkett oder Holzoptikfliesen) haben wir uns sowohl aus Kostengründen als auch aus dem Grund das wir ihn selbst verlegen konnten entschieden.

– Klick-Vinyl:
Flur EG und Hauswirtschaftsraum
Da der Eingangsbereich ein oft genutzter Laufweg ist, der vielen Strapazen ausgesetzt wird (dreckige und nasse Schuhe, etc.) sollte es hier ein robuster Boden sein der auch mit etwas Feuchtigkeit klar kommt. Daher haben wir uns für den Klick-Vinyl in Holzoptik, der auch Feuchtraum geeignet ist, entschieden.

Um etwas mehr Licht ins Dickicht der Bodenbelagsauswahl zu bringen, werden wir in unseren nächsten Blogeinträgen einige der beliebtesten Bodenbeläge näher beleuchten und ein paar Tipps zur Auswahl geben.


2 Kommentare

Thomas · 19. November 2015 um 22:48

Nach unseren Erfahrungen ist eine Laminatverlegung sehr gut für Fußbodenheizungen geeignet. Vorausgesetzt das Laminat ist für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung vom Hersteller freigegeben. Wenn größere Räume vorhanden sind, ist eine Verklebung gegenüber der schwimmenden Verlegung zu bevorzugen, um Aufwölbungen auszuschließen. Jedoch kann sich eine fehlende Trittschalldämmung bei bestimmten Raumfolgen aufgrund erhöhter Schallübertragung leider auch als Nachteil erweisen. Zu dem erfordert das Verkleben des Laminats eine plane Ebene, so dass evtl. ein zusätzlicher Auftrag der Nivellierspachtelmasse partiell bzw. vollflächig erforderlich ist.

Auswahl der Bodenbeläge – Fliesen | Bauen im Tal · 25. Juli 2015 um 20:57

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