Stufenmatten für die Kellertreppe

Sowohl in den Keller als auch in das Dachgeschoss haben wir eine Holztreppe. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Treppen besteht darin, dass die Kellertreppen mit Setzstufen ist (also geschlossen) und die Treppe ins Dachgeschoss offene Stufen hat. So schön eine Holztreppe auch ist, sie ist leider auch anfällig für Kratzer und Macken und birgt auch eine gewisse Rutschgefahr (wir sind schon ein paar mal auf unserem Hintern die Treppe herunter gerutscht).

Besonders die Kellertreppe hat schon gelitten da man in den Keller des öfteren auch einmal mit Schuhen die Treppe herunter läuft – sei es der Handwerker der in den Heizungskeller muss oder wir selbst die nur schnell einmal etwas holen. Um die Treppenstufen in Zukunft etwas zu schützen und die Rutschgefahr zu mindern haben wir uns dazu entschieden – zumindest bei der Kellertreppe – Stufenmatten anzubringen.

Wir haben uns hier für rechteckige Stufenmatten von Vorwerk entschieden in der Farbe hellbraun mit etwas dunklerem eingeketteltem Rand. Die Kanten sind mit PVC-Winkeln verstärkt für eine längere Haltbarkeit.

Stufenmatte von unten mit PVC-Winkel und zwei Klebestreifen (Quelle: amazon)

Stufenmatte von unten mit PVC-Winkel und zwei Klebestreifen (Quelle: amazon)

Bevor ich mich ans anbringen der Matten machen konnte mussten alle Stufen erst einmal gründlich gereinigt und von Staub und Fettrückständen befreit werden damit die Matten später auch gut haften. Danach habe ich mir den entsprechenden Seitenabstand berechnet damit die Stufenmatten auch mittig aufliegen und diesen mit Hilfe von Malerkrepp markiert.

Nun konnte es ans anbringen der insgesamt 13 Stufenmatten gehen. Die Matten sind bereits mit je zwei Spezialgewebeklebestreifen ausgestattet die sehr gut haftet und die Anbringung sehr einfach und schnell gestalten. Nach insgesamt einer Stunde war dann auch schon alles erledigt.

Die Stufenmatten schützen nun nicht nur die Treppe (und uns) sondern dämpfen auch unsere Trittgeräusche und bringen eine wohnliche Atmosphäre in den offenen Kellerflur.
Bei der Bestellung der Matten hatten wir uns für ein Set bestehend aus insgesamt 15 Matten entschieden, so das wir nun noch zwei auf Reserve haben falls einmal ein Austausch notwendig sein sollte.

Zwischenstand Baustelle

Zwischenstand nach dem ersten Tag

Nach zwei Tagen Arbeit konnte unser Fliesenleger bereits das Arbeitszimmer, sowie den Flur fertigstellen. In der Garderobe wurde noch in Teilbereichen der Sockel ausgespart, da hier natürlich wieder unsere Garderobe vom Schreiner eingebaut wird und wir dahinter keinen Fliesensockel benötigen.

Garderobenbereich mit zum Teil ausgespartem Sockel.

Die Optik der Fliesen gefällt uns bisher sehr gut und der nun durchgängige Boden (zuvor hatte der Flur einen anderen Boden als Arbeitszimmer und Wohn-/Esszimmer) lässt die Räume größer wirken da sie fließend ineinander übergehen.

Auch der optische Übergang zu den Fliesen in der Küche (grau) und im Gästebad (beige) passt sehr gut, da sich teile dieser Fliesenfarben im neuen Boden wieder finden.

Am Wochenende heißt es nun für uns Wohn- und Esszimmer und Abstellkammer ausräumen, damit nächste Woche auch hier der neue Fliesenboden gelegt werden kann.

Schon wieder Baustelle

Nach nicht einmal vier Jahren im Haus machen wir schon wieder eine Großbaustelle auf – der Laminat im EG fliegt raus und wird durch Fliesen ersetzt.

Keine Sorge wir machen das nicht weil wir verrückt sind, uns langweilig ist oder uns der Laminat nicht mehr gefällt. Ganz im Gegenteil, wenn es nicht nötig wäre hätten wir uns das ganze gerne erspart. Alles hat angefangen mit einem Knarzen beim darüber gehen, anschließend stellten wir fest, dass die Fugen des Laminat im EG an manchen Stellen auseinander gehen und schließlich sind Nut und Feder der einzelnen Bohlen auseinander gesprungen und wir hatten große Lücken und die einzelnen Bohlen sacken unter einem weg wenn man darauf tritt.

Doch woran liegt das? Ist der Estrich darunter uneben? Ist der Laminat falsch verlegt? Hat der Laminat Fertigungsfehler?

Wir meldeten diesen – für uns Mangel – allkauf, diese lehnten erst einmal rigoros ab, dass der Estrich uneben ist und informierten daraufhin den Laminathersteller. Dieser kam auch zeitnah bei uns vorbei um die Situation zu begutachten. Laut seiner Aussage sei der Laminat gut verlegt (dies hatten wir auch so erwartet da der Laminat mit Hilfe meines Bruders der Zimmermann ist verlegt wurde) und Fertigungsprobleme beim Laminat selbst konnte er auch nicht feststellen.

Woran liegt es dann?
Anscheinend ist der Übeltäter die zu geringe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen – diese liegt bei uns nur zwischen 30 % und 40 %. Die geringe Luftfeuchtigkeit ist bei Holzständerbauweise in Kombination mit einer Lüftungsanlage aber wohl ziemlich üblich (was wir zuvor nicht wussten und uns auch nicht gesagt wurde) und stellt für schwimmend verlegte Böden mit Holzanteilen wohl ein Problem dar.
Leider wurden wir auf diesen Sachverhalt nicht aufmerksam gemacht, weder durch allkauf, den Architekten und auch nicht durch unseren Bemusterungsberater.
Hätten wir dies zuvor gewusst hätten wir uns für einen anderen Bodenbelag entschieden.

Zuerst zeigte sich das Bodenproblem nur im EG, nachdem es aber in diesem Jahr auch im DG losging mit den Problemen hat es uns gereicht und wir entschieden uns dazu (zumindest erst einmal im EG) den Laminat gegen Fliesen zu tauschen.
Nach längerer Suche fanden wir den Fliesenleger unseres Vertrauens und tolle Fliesen in Holzoptik. Die Fliesen werden wild gemischt in drei verschiedenen Breiten verlegt mit einer sehr schmalen Fuge. Des weiteren ist die Oberfläche der Fliesen nicht glatt, sondern Säge rau, so das man den Eindruck hat einen Holz- und nicht einen Fliesenboden vor sich zu haben.

Bevor der Fliesenleger kommenden Mittwoch starten kann mussten wir erst einmal die Vorarbeit leisten, dass hieß: Möbel ausräumen, abbauen und verräumen und alten Boden raus.


In Daniels Arbeitszimmer nutzen wir die Möglichkeit des leeren Raumes ohne Bodenbelag noch dazu aus einmal den Putz frisch weiß über zu streichen und kleinere Setzrisse mit Maler-Acryl auszubessern.

Verschlimmbesserung der Garage

Wie wir ja zuvor bereits berichtet haben löste sich unser Garagenboden Stück für Stück in seine Bestandteile auf.
Der Garagenhersteller Zapf begutachtete des ganze und stellte fest das es wohl ein Herstellungs-/Materialfehler ist (das Schadensbild zeigte sich wohl auch schon bei anderen Garagenbesitzern). Uns wurde vorgeschlagen, das der gesamte Boden abgeschliffen wird um ihn anschließend mit Harz zu versiegeln. Da wir dies für eine gute Lösung hielten haben wir dem ganzen zugestimmt.

Vor zwei Wochen war es dann so weit, am Montagmorgen kam ein Mitarbeiter der Firma Zapf um sich unseres Garagenbodens anzunehmen (zuvor musste wir natürlich erst einmal die komplette Garage ausräumen – man da hat sich schon einiges angesammelt gehabt in eineinhalb Jahren).
Zum Ablauf der Ausbesserung wurde uns gesagt, das der Mitarbeiter zwei Tage für das Abschleifen und Auftragen benötigt und wir danach die Garage ca. 5 Tage nicht betreten sollen (aber für Belüftung sorgen).
Gesagt, getan – der Mitarbeiter werkelte zwei Tage vor sich her (laut Zapf musste auch keiner von uns anwesend sein) und fünf Tage später betraten wir die Garage und was soll ich sagen, der Anblick unseres Garagenbodens bereitete uns nur Frust und keine Freude!

Der Boden war fleckig (an manchen Stellen schimmerte noch der original Betonuntegrund durch), der Untergrund unregelmäßig (an manchen Stellen total glatt, an anderen rau), Luftblasen und große Dreckpartikel (Blätter, Steine, etc.) in der Oberfläche eingeschlossen, unsere Pflastersteine vor der Garage mir Harz beschmiert (so das sie nicht mehr zu reinigen sind) und zu allem Überfluss lässt sich das Garagentor nicht mehr komplett schließen.

Wir reklamierten dies sofort sowohl bei Zapf als auch bei allkauf. Die Mitarbeiterin von Zapf rief uns daraufhin an und meinte „Man kann den Untergrund gar nicht anders herstellen. Aber wir können es noch einmal versuchen, wo haben sie den ihre Pflastersteine her?“ – Wie bitte?! Das konnte doch wohl nicht ihr ernst sein! Am liebsten wollte Zapf noch in der gleichen Woche anrücken um es noch einmal zu „versuchen“ dies lehnten wir jedoch ab, da erstens allkauf das ganze noch nicht begutachten konnte, zweitens keiner von uns Zeit hatte bis dahin die Garage wieder auszuräumen (wozu wir im übrigen eigentlich auch nicht mehr bereit sind, da es hätte beim ersten mal schon klappen müssen) und drittens wir diesmal dabei sein wollen. Wir verblieben also so, das Zapf erst in einigen Wochen zum zweiten „Versuch“ vorbei kommen, wenn wir auch Urlaub haben.
In der Zwischenzeit war auch unser neuer Bauleiter von allkauf vor Ort um sich von der Garage ein Bild zu machen und stimmte uns in allen Punkten zu (auch ein paar andere noch offene Punkte am Haus dokumentierte er).

wir sind jetzt also einmal gespannt wie es mit der Garage weiter geht.

Probleme mit der Garage.

Anfang Februar ist es mir zum ersten mal aufgefallen, dass sich direkt unter dem Garagentor der Betonboden ablöst. Ganze Stücke brökelten ab.

Garagenschaden

Garagenschaden

Doch woher kommt das? Natürlich können Gebrauchsspuren mit der Zeit auftreten, aber doch nicht in solch einem Ausmaß bei einer Garage die erst vor 7 Monaten aufgestellt wurde!

Also wurden schnell ein paar Fotos gemacht und an unseren allkauf Kundenbetreuer und die Fa. Zapf geschickt.


Am letzten Montag kam dann ein Mitarbeiter der Fa. Zapf um den Schaden zu begutachten. Dabei kam heraus, dass erstens unsere Garage wohl sehr weichen Beton hat und zweitens, dass dieses Schadensbild auch bei anderen Garagen bereits aufgetreten ist man den Grund dafür jedoch nicht kennt.

Sobald das Wetter sich nun bessert und es trocken ist wird daher unser kompletter Garagenboden abgeschliffen und mit Harz behandelt um die Oberfläche zu versiegeln.
Für uns ist das eine gute Lösung und wir hoffen, dass sich das Problem dann auf Dauer erledigt hat.

Extremes Unwetter sorgt für Chaos in der Region

28.07.2014  Extremes Unwetter sorgt für Chaos in der Region
Zwischen 18 und 20 Uhr zog am Abend eine Unwetterfront über Tuttlingen, den Hegau, das Donautal, Teile des Heubergs und die Region Aldingen und Rottweil hinweg, wovor vorab bereits vom Wetterzeiger.de bei der Wettervorhersage, mit einer Unwetterwarnung, gewarnt wurde. Hierbei fiel an der Wetterzentrale in Tuttlingen, begleitet von mächtig viel Blitz und Donner, mit 61,0 L/qm sinntflutartiger Regen. Auch die Temperaturen sanken dabei von zunächst 26,9°C, innerhalb kürzester Zeit rund 11 Grad ab.
Dabei fielen innerhalb von nur 5 Minuten enorme 9,8 L/qm. Innerhalb von 10 Minuten, waren dies dann bereits 15,4 L/qm und nach einer Stunde, waren es bereits schon 49,6 L/qm. Nach zwei Stunden hatte sich das Ganze auf 61,0 L/qm summiert. Die Tagesniederschlagsmenge gemessen zwischen 0 und 24 Uhr betrug somit 66,6 L/qm, was geradezu rekordverdächtig ist.
Auf direktem Rekordkurs ist auch die Monatsgesamtniederschlagsmenge, welche nach der aktuellen Wetterentwicklung noch nicht das Ende erreicht hat.
Das so ein Unwetter nicht ohne Folgen bleibt, war abzusehen, jedoch aber nicht dass dies solche Ausmaße annimmt. So wurden in Tuttlingen Teile der Stockacherstraße und der Bodenseestraße überschwemmt, wie dies seit dem Seltenbachhochwasser am 16.06.1953, wo das Wasser auch die Stockacherstraße überflutete, nicht mehr der Fall war. Beim Gashof „Hühnerhof“ zwischen Tuttlingen und Emmingen-Liptingen konnten Personen wegen des Wasser nicht mehr das Gebäude durch das Erdgeschoß verlassen. Auch in Emmigen-Liptingen wurde einige Straßen überschwemmt, wie auch die Hauptstraße in Hattingen. Aber auch im Großraum Rottweil gab es überflutete Straßen. Zwischen Gosheim und Denkingen machte ein Erdrutsch, die Straße unpasierbar. In Wurmlingen hat es Angaben zu Folge auch einen Blitzeinschlag gegeben, was einen Brand zur Folge hatte.
Ein großer Dank gebührt hierbei der Feuerwehr, die im Dauereinsatz war, sowie all den vielen Helfern, die ebenfalls ihr Bestes gaben.
Diese Schlagzeile von www.tuttlinger-wetter.de fasst ziemlich gut zusammen was gestern Abend und Nacht in der Region los war.
Um ca. 18:30 Uhr ging es bei uns los, ein heftiger Platzregen raubte einem während der Autofahrt die Sicht. Die Gullis konnten das Wasser schon nicht mehr schlucken und spukten es wieder aus, Straßen wurden unbefahrbar und Gärten verwandelten sich in einzige Matschflächen.

Wir hatten Glück! Da wir eine ähnliche Situation bereits vor einigen Wochen erlebten und das Wasser in unseren Keller drang handelten wir sofort. Unser Garten- und Landschaftsbauer zog auf der Hangseite unseres Grundstückes eine ca. 70 bis 100 cm tiefe Rinne die mit Sickerkies aufgefüllt wurde. Unsere Rinne leistete uns gestern gute Dienste und unser Keller blieb trocken.

Leider hatte nicht jeder so viel Glück, bei einigen Freunden und unserer Familie liefen die Keller voll. Bei meinen Eltern drückte das Wasser durch den Waschmaschinenanschluss im Keller hinein (wie auch bei vielen anderen).
Wir sind froh das wir uns (eben auch aus diesem Grund) dagegen entschieden haben die Waschmaschine im Keller aufzustellen!
Unser kleiner R2D2 (ich meine damit den neu angeschafften Nasssauger, nachdem unser alter unseren Wassereinbruch im Keller vor ein paar Wochen nicht überstand) leistet heute nun vollen Einsatz bei meinen Eltern im Keller.

Wir hoffen das der Regen nun bald ein Ende hat und es zu nicht noch mehr Schäden kommt. Ein großes Dankeschön gilt natürlich allen Feuerwehrleuten in unserer Region die im Dauereinsatz sind!!

„Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen“

So hieß die Warnung die seit Sonntag für unsere Region angekündigt war. Die Warnung erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Tagen (von Sonntag 18 Uhr bis Dienstag 18 Uhr) und löste bei uns „leichte“ Panik aus (naja wohl eher bei mir). Nach unserer Erfahrung mit dem Wasser im Keller nach Starkregen vor ca. 6 Wochen, bin ich einfach nicht mehr gut auf das Thema Regen zu sprechen.

Wie angekündigt ging es auch prompt am Sonntag Abend gegen 17 Uhr mit dem Regen los und es wollte auch nicht mehr aufhören bis Dienstag Mittag. Trotz nervösen auf und ab Rennens meinerseits, dem ständigen Kontrollieren unserer „Rinne“ (damit ist der mit Kies gefüllte Graben gemeint die die Lichtschächte auf der Hangseite vor Oberflächenwasser schützen sollen) und Stippvisiten im Keller blieb bei uns alles trocken!
Die „Rinne“ leistete gute Arbeit und auch unsere Terrasse wurde nicht von Matsch überflutet (dies schreibe ich mal der zusätzlichen Befestigung des Hangs mit Findlingen und dem bereits gewachsenem Rasen zu).

Zur besseren Vorstellung hier mal ein paar Zahlen:

Niederschlagsmenge am 11.06.2014:     31 L/qm in 24 Stunden
(Tag der „Kellerüberflutung“)

Niederschlagsmenge am 22.07.2014:     72 L/qm in 24 Stunden

Ich sollte also nach den Erfahrungen der letzten paar Tage auch bei Regen wieder ruhig schlafen können. Um meinem Unterbewusstsein aber noch das letzte Fünkchen Angst zu nehmen, war am Montag morgen ein Spezialist da, der die Maße der beiden Lichtschächte auf der Hangseite genommen hat. Ende August werden dann die Lichtschächte mit speziellen regensicheren Abdeckungen mit dem Namen „Resi“ der Firma Neher ausgestattet. Diese verhindern nicht nur das Eindringen von Wasser, sondern schützen auch vor Insekten, Ungeziefer und Laub so das man den Keller problemlos lüften kann.

Auf dem Dorf …

… da stimmt das Leben noch!

An diesem Wochenende haben wir unser Häuschen zum ersten mal „allein“ gelassen.
Von Freitag bis Sonntag verschlug es uns nach NRW um die Verwandtschaft zu besuchen. Meine Eltern übernahmen die Pflege unserer kleinen Fellnasen und schauten nach dem Rechten.
Unsere Freude war groß als wir heute nach Hause kamen und es langsam schon mehr grün als braun auf unserem Grundstück aussah – dem Rasen kann man förmlich schon beim wachsen zusehen.

Auch an diesem Wochenende verschonten uns die Gewitter mit dem Starkregen nicht, aber unser Häuschen hielt allem stand und wir können auch in Zukunft  bei Starkregen sorgenfrei bleiben.

Eine kleine Überraschung erwartete uns trotzdem: in Daniels Arbeitszimmer summte und brummte es bei unserer Rückkehr vor dem Fenster. Da hatten sich wohl einige ungewollte Gäste im Rolladenkasten eingenistet.
Doch was macht man nun dagegen?
Kammerjäger, Imker, Feuerwehr, selbst Hand anlegen, ignorieren …..?
Da wir wissen das einer unserer Nachbarn in der Feuerwehr ist dachten wir wir fragen mal nach ob er wüsste wer sich um so etwas kümmern könnte. Eigentlich wollten wir nur eine Info, doch fünf Minuten später stand er schon vor der Tür und löste unser summendes und brummendes Problem ganz unkompliziert und schnell.
Tja auf dem Dorf ist die Welt eben noch in Ordnung und die Nachbarschaft hilft einem noch ganz selbstverständlich.

Täglich grüßt das Murmeltier …

… oder die Bautrockner laufen schon wieder.

Die Trocknung des Kellers ist in vollem Gange, und macht einen tierischen Lärm.
Außerdem sieht es im Keller aus wie bei den Messies. Wir mussten alles an eine trockene Stelle im Keller schaffen und dort stappeln sich nun unsere Sachen.

Der Bauschuttcontainer ist auch schon fast voll mit Dingen die der Wasserschaden dahingerafft hat. Wir hoffen das die Trocknung spätestens nächste Woche geschafft ist und wir an die Planung gehen können welcher neue Bodenbelag in den Keller kommen soll und wie und wann er verlegt werden kann.

Unser Gartenbauer ist auch wieder fleißig. Als erstes hat er letzte Woche eine Flächendrainung auf der Hangseite des Hauses hergestellt, so das uns (toi toi toi, dreimal auf Holz geklopft) das nächste starke Unwetter nichts mehr anhaben kann.
Um noch ein bisschen mehr Sicherheit gegen Regenwasser zu haben, haben wir uns mit dem Thema Lichtschachtabdeckungen auseinandergesetzt. Die verschiedenen Modelle haben wir uns auf einer Messe auch einmal in echt angesehen. Im Moment tendieren wir zu der Variante „Resi“ der Firma Neher (Regenwasserdichte Lichtschachtabdeckung mit separater Luftzufuhr).

Die letzte Abfuhr Erde ist auch endlich geschafft, so das diese Woche die Hofeinfahrt gepflastert werden kann.
Des weiteren wird ein Leerrohr für ein Stromkabel zur Regenwasserzisterne gelegt, so das wir in Zukunft auch dort Strom haben. Dies ist wichtig damit wir innerhalb der Zisterne eine Tauchdruckpumpe installieren können für die Wasserentnahme zur Gartenbewässerung.

Schatz ruf die Feuerwehr …

… das war das einzige was ich noch ins Handy schreien konnte während ich mit dem Nasssauger und mehreren Eimern versuchte das verdreckte Wasser daran zu hindern den gesamten Keller zu fluten.

Doch wie kam es dazu?
Gestern fing es schon auf meinem Heimweg an stark zu regnen, vor der Haustür angekommen musste ich mich erst einmal über die fast überflutete Straße kämpfen bevor ich voll bepackt mit Einkäufen die Haustür öffnete.
Kaum waren die Tüten abgestellt hörte ich es schon plätschern, ich rannte in den Keller und sah im Heizungsraum schon an der weißen Wand das dreckige braune Wasser runter laufen. Der Lichtschacht hatte sich bereits zu einem drittel mit Wasser gefüllt und die Fensterdichtungen konnten dem nicht mehr standhalten. Innerhalb des Lichtschachtes lief das Wasser in Form eines Wasserfalls immer weiter hinein, so das es der Lichtschachtabfluss nicht mehr fassen konnte.

Heizungsraum bereits nach dem Feuerwehreinsatz.

Heizungsraum bereits nach dem Feuerwehreinsatz.

Mit viel nachdenken war nichts, ich griff mir die drei Eimer die noch im Heizungsraum standen und stellte sie unter das Spritzwasser, danach griff ich zu unserem Nasssauger der Keller stand und versuchte noch irgendetwas auszurichten.
Ein Telefonat mit Daniel und einen Hilferuf später rannte ich mit einer Pflanzfolie bewaffnet nach draussen, warf diese über den Lichtschacht und beschwerte das ganze mit Steinen, danach wieder ab in den Keller weiter saugen.

Das Wasser wurde jedoch immer mehr, drang bereits durch einen zweiten Lichtschacht und das Wasser das sich auf dem Boden sammelte rann unter den Estrich.

Zehn Minuten nach meinem Hilferuf kamen auch Daniel und die Feuerwehr an. Zwei Einsatzfahrzeuge und sechs bis acht Mann (ich war zu beschäftigt um genau zu zählen) arbeiteten zügig draussen und drinnen. Die Lichtschächte wurden ausgepumpt und mit Folie und Sandsäcken abgedeckt und innen drinnen wurde ebenfalls abgepumpt. Nach einer halben Stunde machten sich die Feuerwehrjungs auf zum nächsten gefluteten Keller.

Foto

Als nächstes folgte ein Telefonmarathon, Versicherung, Bausachverständiger, Landschaftsgärtener und klären was können wir tun das so etwas nie wieder passiert), Hausbaufirma und Familie und Freunde (um Hilfe zu bekommen um den Keller zu räumen).

Unsere Familie und Freunde liessen uns nicht hängen und waren bewaffnet mit Gummistiefeln, Eimern und vielem mehr sofort zur Stelle. Aus den zwei schlimmsten betroffenen Räumen wurden die Möbel entfernt, der aufgequollene Laminat wurde rausgerissen, aufgeweichte Dinge weggeschmissen, Matsch und Wasser aufgesaugt.

Auch die Außenanlage hatte es erwischt, die Terrasse war mit Matsch zugeschüttet, und die Hauswände verdreckt.

Heute ging es dann direkt weiter, die Firma für Wasserschäden hat alles dokumentiert und sofort mit der Bautrocknung begonnen. Dazu würden ca. 5cm große Löcher in den Estrich gebohrt über die das Wasser abgesaugt werden soll. Zusätzlich wurden 4 Bautrockner und Lüfter aufgestellt. Das ganze soll nun ca. 2 Wochen lang laufen und macht einen höllischen Lärm.

Diese Geräte sollen das Wasser unter dem Estrich absaugen.

Diese Geräte sollen das Wasser unter dem Estrich absaugen.

Loch im Estrich zur Trocknung.

Loch im Estrich zur Trocknung.

Mithilfe eines Hochdruckreinigers wurde der Eingangsbereich und ein Teil der Terrasse bereits gereinigt. Der andere Teil der Terrasse muss erst noch freigeschaufelt werden.
Daniel hat mit der Hilfe eines guten Freundes der Familie noch einen Graben vor den Lichtschächten gegraben um im Fall der Fälle das schlimmste zu verhindern.

Nächste Woche gehts dann weiter, der Landschaftsbauer legt los um so eine Situation in Zukunft vermeiden zu können und der Sachverständige der Versicherung wird kommen.

Unser treuer Baubegleiter der Nasssauger hat das geschehen leider nicht überstanden und hat den Geist aufgegeben (einen neuen habe ich heute sofort besorgt, ohne fühle ich mich irgendwie nicht gut).

Wir möchten noch einmal ganz herzlich der freiwilligen Feuerwehr danken für ihren schnellen Einsatz und unseren Freunden und Familie für ihre tolle Hilfe!